Ich bin im Sein - nimm wahr, lebe, sei!

 

Bereits in meiner Jugend wurde mir gesagt, dass ich heilerische Fähigkeiten besitze. In meiner Überheblichkeit und Arroganz begann ich eine Ausbildung als Geistheiler.

Während dieser Zeit begann es in mir zu arbeiten. Die Ausbildung brach ich nach dem vierten Semester ab und begab mich bei meinen Mentoren in Therapie.

 

Bei der ersten Sitzung wurde mir mitgeteilt, dass sie die falschen Therapeuten für mich seien. So begann eine Reise zu verschiedenen Therapeuten – doch keiner konnte mir weiterhelfen.

So blieb ich mit meinen Themen alleine und versank dabei immer tiefer in Depressionen.

 

Durch ein unverhofftes Vermögen bekam ich die Möglichkeit, die Welt zu bereisen. Fast ein Jahr lang reiste ich dem Sonnenaufgang entgegen.

In diesem Jahr fand ich neue Lebenskraft und Lebensfreude. Zurück in meinem Heimatland erlebte ich jedoch einen Kulturschock. Dabei merkte ich, wie sehr ich mich verändert hatte.

Es galt, mich in ein System zu integrieren, in das ich nicht mehr hineinpasste. Ich musste mich jedoch integrieren, wenn ich darin überleben wollte.

Mit Obdach baute ich mir eine neue Existenz auf.

 

Nach ein paar Monaten, als ich den Schmerz der Gesellschaft wieder stärker spürte, bat ich einen aufgestiegenen Meister, mich als Geistheiler auszubilden.

Eine Gruppe von Lichtwesen bot uns ihre Dienste an. Durch die Unterstützung des aufgestiegenen Meisters und der Lichtwesen begann ich, mich langsam zu stabilisieren. Ich fasste nach und nach wieder Fuss in der Gesellschaft, fand eine neue Wohnung und eine längerfristige Arbeitsstelle. Manchmal ging es mehr schlecht als recht, doch insgesamt ging es kontinuierlich bergauf.

Ich fand mich in extremen Situationen wieder und lernte viel über das Leben.

 

Die Kampfkunst gab mir dabei großen Halt. Darin erlangte ich viel Wissen und Erfahrung, konnte jedoch Theorie und Praxis nicht miteinander verbinden. Aus diesem Grund suchte ich nach Fachliteratur und stieß dabei immer wieder auf die Spiraldynamik. Die Neugier brachte mich dazu, diese Bewegungslehre genauer zu betrachten. Kurzerhand entschloss ich mich, die Ausbildung zu machen. Das Konzept eröffnete mir neue Möglichkeiten im Umgang mit dem Körper. Ich erlebte eine körperliche Leichtigkeit, die ich zuvor nur aus meiner inneren spirituellen Haltung kannte.

 

Im selben Zeitraum kam es zum Bruch mit meinem Trainer, und ich suchte mir eine neue Schule. In der Taiji Akademie Yong Nian fand ich eine Mentorin.

Sie lehrte mich die inneren Kampfkünste – das Chi zu kultivieren und fließen zu lassen, sich in Ernsthaftigkeit der Gelassenheit und Leichtigkeit hinzugeben und der Härte des Lebens auf sanfte Weise zu begegnen. Dies trotz der brachialen Kraft, die in dieser Sanftheit liegt.

 

Am Spiraldynamik-Kongress nahm ich im Foyer eher unüberlegt eine Broschüre mit. Erst zu Hause erkannte ich den Referenten. Die Broschüre entpuppte sich als Ausbildungsinformation zur transpersonellen Prozessarbeit und zum hypnagogischen Atmen. Obwohl ich zunächst kaum ein Wort verstand, meldete ich mich – dem inneren Drang folgend – an. So begann eine intensive Zeit im Freiraum Institut. Der Mentor ließ sein gesamtes Wissen und Können als Psychotherapeut einfließen, ergänzt durch seine Erfahrungen mit Mystikern und Schamanen.

Eine tiefgehende innere Reise begann.

 

Den darauffolgenden Silvesterabend verbrachte ich gemütlich in einem Lokal. Es entstand ein Gespräch über Tisch und Theke hinweg. Wir sprachen über Spiritualität, Gesundheit und Ernährung. Das Gespräch entwickelte sich weiter zu Themen wie Heilsein, Heilersein und Schamanismus. Eine Gesprächspartnerin gab sich als Förderin des europäischen Schamanismus zu erkennen. Sie gab mir ihre Kontaktdaten, und ich begann mich nach über 20 Jahren wieder mit dem Schamanismus auseinanderzusetzen. Über diesen Kontakt lernte ich eine traditionelle europäische Schamanin aus dem Vorarlberg kennen, die ihr Handwerk von ihren Vorfahren gelernt hatte. Neugierig geworden durch ihre Erzählungen meldete ich mich für ihre Seminarreihe an.

Durch den Heilkreis lernte ich auf eine neue Weise, mich mit meinen Gedanken, Gefühlen und meinem Sein auseinanderzusetzen. Es brachte mich der Natur und ihren verborgenen Kräften wieder näher – nicht als blinde Naturgewalt, sondern als die Kraft hinter dem Physischen. Eine Kraft, die die physische Ebene durchdringt und mitbestimmt.